Samstag, 8. November 2014

ASHTANGA YOGA: Erste Serie - Einführung

Da Ashtanga Yoga mittlerweile eine große Rolle in meinem Leben spielt, dachte ich mir, dass ich euch einen kleinen Überblick über die erste Serie gebe. Damit man sich vorstellen kann, worum es da genau geht und was in etwa gemacht wird.

Sonnengruß:
Als Aufwärmung beim Ashtanga Yoga wird fünfmal der Sonnengruß A durchgeführt und dreimal der Sonnengruß B. In diesen beiden Bewegungsabläufen steckt eigentlich das ganze Prinzip von allen Ashtanga Serien. Es werden Dehnbarkeit und Stärke getestet und eine tiefe Atmung wird von Anfang an gefordert.

 


Stehende Positionen:
Bei den stehenden Positionen kommt es auf einen festen Stand und Verbindung zur Erde an, welche in den nachfolgenden Asanas die Voraussetzung ist. Gleichzeitig wird die Balance stark gefordert. Nachdem diese Reihe an Bewegungen durchgeführt wurde, ist die Aufwärmphase der ersten Serie beendet und es kann weiter gehen.
Außerdem werden die stehenden Asanas als die wahrscheinlich am meisten heilenden Asanas beschrieben. Wenn man zum Beispiel erkältet ist, soll es sehr fördernd sein, wenn man ein paar Sonnengrüße zum Aufwärmen macht und dann die stehenden Asanas. Man wird sehr in Schwitzen kommen, aber das soll genau das Richtige zum Gesundwerden sein.

Pada Hastasana

Prasarita Padottanasana B


Sitzende Positionen:
Durch diese Asanas wird die Beinmuskulatur und die Rückenmuskulatur gleichzeitig gedehnt und gestärkt. Es werden die verschiedensten Variationen an Windungen, vorwärts Dehnungen, Hüftrotationen und stärkenden Positionen durchgeführt. Und dabei ist das Anstrengendste, von den sitzenden Positionen, das immer wieder einfließende Vinyasa (schaut es ruhig an, dann werdet ihr mich verstehen, hehe)! Anfangs scheint es unmöglich, aber mit jedem Tag wird es ein kleines bisschen besser, wobei es aber Monate bis Jahre dauern kann, bis man das komplette Vinyasa schafft.

Paschimattanasana D

Marichasana C

In der Mitte der ersten Serie, stößt man auf den Teil "das große Cresendo". Hier wird unglaublich viel Kraft gefordert und auch die gedankliche Stärke durchzuhalten. Positionen wie Navasana, Kurmasana und Bhujapidasana stellen anfangs eine große Herausforderung dar und wollen besiegt werden. Es handelt sich hierbei quasi um den Höhepunkt der ersten Serie.

Kurmasana

Supta Kurmasana

Nachdem man den Gipfel erreicht hat, kommt der "Down the Mountain" Teil. Die Übungen sind immer noch Anspruchsvoll und fordern Flexibilität, sind aber etwas leichter zu schaffen. Auch hier fließt nach jeder Position das anspruchsvolle Vinyasa ein.

Photobomb von Sofia bei Garbha Pindasana


Rückwärtsdehnung:
Hier wird auf die herzöffnende Asana Urdhva Danurasana (nach oben zeigender Bogen/ Brücke) gesetzt. Die Wirbelsäule wird, bei richtiger Durchführung, mobilisiert, die Brust geöffnet und die Beine werden viel Kraft aufwenden, um den Bogen zu halten.

Urdhva Danurasana


Abschließende Positionen:
Da man innerhalb der kompletten Serie ziemlich ins Schwitzen gekommen ist, seine Grenzen ausgetestet hat und dabei eventuell Überraschungen erlebt hat, ist es ganz besonders wichtig, die abschließenden Asanas durchzuführen. Sie fahren den Puls wieder etwas runter und beruhigen den Kopf, damit man mit einem ruhigen und entspannten Gefühl das Training beendet.
Hier wird vom Schulterstand, bis zum Lotussitz und Kopfstand alles gefordert. Gerade der Kopfstand dient dazu, das Blut wieder zurückfließen zu lassen und am Ende fühle ich mich auf jeden Fall merklich entspannter und ausgelassener! Insgesamt wunderbar erholt, obwohl ich eine sehr anstrengendes Training hinter mir habe.

Sirsasana

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